Das Volkskundemuseum Wyhra wird gefördert durch den

 

Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Betreiber ist der

„Oma-Opa-Tag“ - Highlight für Ferienkinder mit ihren Eltern oder Großeltern

Ein Ferienhighlight bietet das Volkskundemuseum Wyhra am Mittwoch, dem 18. Juli 2018. Von 9 bis 17 Uhr sind Ferienkinder dazu eingeladen, mit ihren Eltern und Großeltern zu erleben, wie man zu Urgroßmutters Zeiten Wäsche wusch, welche Spiele gespielt wurden und was man aß und trank.

Die beliebte, als „Oma-Opa-Tag" bezeichnete Veranstaltung findet 2018 bereits zum 12. Mal statt. Wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal Neues zu entdecken. So kann an einer der Wäschemangeln ausprobiert werden, wie früher größere Wäschestücke geglättet wurden. Wieder mit von der Partie ist die Spinnradgeschichtenfrau Gudrun Ebert aus Leipzig. Darüber hinaus warten auf der Wiese hinterm Bauernhof gefüllte Waschwannen mit Waschbrett, Wurzelbürste und Kernseife darauf, dass an ihnen erkundet wird, wie man früher Wäsche wusch. In der Küche können die Kinder kosten, was auf den Tisch kam, als es statt Nutella noch Rübensirup oder Pflaumenmus gab und Malzkaffee dazu getrunken wurde. Im Bauernbackofen wird derweil leckerer Kartoffelkuchen gebacken. Auf dem holprigen Pflaster des Bauernhofs sind die Kinder herausgefordert, in Holzpantinen mit ihren Eltern oder Großeltern Schritt halten zu können. An einem Übungseuter kann man erfahren, welche Geschicklichkeit beim Melken mit der Hand nötig ist. Gleich mehrere Stationen wenden sich verschiedenen Kinderspielen von einst zu. Kreiselspiel, Hulla-Hoop-Reifen, Seifenblasen, Büchsenwerfen, Murmeln, Sackhüpfen und Eierlaufen gehören dazu.

Zu beachten ist, dass das Volkskundemuseum Wyhra mit dem Auto von Borna aus wegen einer Straßensperrung ab Gasthof Zedtlitz derzeit nur über Thräna oder den Zwölfbogenweg erreicht wird.

Dr. Hans-Jürgen Ketzer
Museumsleiter

Sonderausstellung „Gemeindebier und Vereinsvergnügen: Vom Wandel dörflichen Kulturlebens"

Vom 23. Juni, 17 Uhr, bis 21. Oktober 2018 wird im Volkskundemuseum die neue Sonderausstellung unter dem Titel „Gemeindebier und Vereinsvergnügen" gezeigt. Sie widmet sie sich dem Wandel dörflichen Kulturlebens um 1900.

Das traditionelle dörfliche Kulturleben war von den wohlhabenden Bauern bestimmt. Sie bildeten den Kern der Dorfgemeinde und prägten nicht nur den Alltag, sondern auch den Festkalender, den organisatorischen Ablauf und den Inhalt der Feste. Von Dorf zu Dorf gab es Unterschiede in der Bezeichnung und im Ablauf jährlich wiederkehrender Feste. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts traten wesentliche Veränderungen ein.

Zunehmend übernahmen dörfliche Vereine das Zepter bei der Ausgestaltung der dörflichen Kultur. Damit war nicht mehr nur die Herkunft dafür entscheidend, wer kulturell das Sagen hatte, sondern auch die Befähigung, in Sinne eines deklarierten Vereinszwecks zu wirken. In den Gesangvereinen waren das die musikalischen Fähigkeiten. In den Turnvereinen nahm die Person eine besondere Stellung ein, die auf herausragende sportlichen Leistungen verweisen konnte. Vereine spielten eine wesentliche Rolle bei der Integration von Neuzugezogenen, die es angesichts des sich entwickelnden Bergbaues in der Bornaer Region um 1900 in großer Zahl gab. Die Ausstellung verfolgt all diese Veränderungen bis in die Zeit des Nationalsozialismus hinein und versucht zu belegen, welche Bedeutung die Kultur für das Zusammenleben im Dorf besitzt. Gezeigt wird dies nicht zuletzt anhand zahlreicher Exponate zu denen neben Leihgaben von Vereinen und vom Museum Borna auch Gegenstände gehören, die dem Volkskundemuseum im Zuge einer umfangreichen Schenkung seitens des Männerchores Zedtlitz übereignet wurden.

Ausstellungseröffnung in der Kleinen Galerie im Kuhstall

Am Sonnabend, dem 21. April 2018, um 15:00 Uhr, lädt das Volkskundemuseum Wyhra zur Eröffnung einer neuen Sonderausstellung in seine Kleine Galerie im Kuhstall ein. Unter dem Titel „Temporär" werden künstlerische Arbeiten von Volker Bokum zu sehen sein. Der aus Limbach-Oberfrohna stammende Künstler kann schwerlich auf eine Stilrichtung festgelegt werden. Neben Bilder von expressiver Farbigkeit treten eher zurückhaltend kolorierte, höchst stimmungsvolle Darstellungen. Figuratives ist ebenso zu sehen wie Nonfiguratives. Mitunter mischt sich beides in ein und demselben Bild. Ebenso groß wie die stilistische Vielfalt ist die seiner künstlerischen Techniken. Fortwährend ist Bokum auf der Suche nach der jeweils angemessenen Bildsprache, um das visuell auszudrücken, wozu es ihn drängt. Kunst ist für ihn seine Weise, mit der Welt zu kommunizieren. Das spürt der Betrachter seiner Bilder, ob nun auf ihnen die sächsische Landschaft seiner Heimat zu sehen ist, Konturen menschlicher Gestalten oder auch nicht näher benennbare farbige Formen.
Die Ausstellung „Temporär" mit Arbeiten von Volker Bokum ist noch bis zum 5. August 2018 in der Kleinen Galerie im Kuhstall des Volkskundemuseums Wyhra zu sehen.

Dr. Hans-Jürgen Ketzer
Museumsleiter